Staustufen dienen der Aufstauung von Flüssen und regulieren die Wasserstände flussauf- und flussabwärts. Somit kann zum Beispiel der Rhein im Bereich zwischen Basel und Iffezheim wirtschaftlich besser genutzt werden.

In Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit und der Wassermenge eines Flusses werden Mineralstoffe und Feinanteile abtransportiert. Das abtransportierte Material wird als Geschiebe bezeichnet.

Durch die Errichtung von Staustufen kann der natürliche Geschiebetransport unterbrochen werden, die Staustufen wirken dann als Geschiebesperren. Im Staubereich wird Material abgelagert, im frei fließenden Bereich mit hoher Fließgeschwindigkeit hingegen wird Geschiebe abtransportiert. So entsteht ein Geschiebedefizit unterhalb der Staustufen, welches durch Geschiebezugaben ausgeglichen werden muss.

Bei der Staustufe Iffezheim wurde im Jahr 1978 mit der Geschiebezugabe begonnen. Seitdem werden jährlich ca. 200.000 m³ Geschiebematerial mit einem speziell festgelegten Kornband eingebaut, welches dem natürlichen Material entspricht. Zusätzlich werden zur Sohlenstabilisierung jährlich 30.000 m³ Wasserbausteine eingebaut.

Zuständig für die Durchführung der Geschiebezugabe an der Staustufe Iffezheim ist die Bundesrepublik Deutschland mit eigenen Fahrzeugen und Geräten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.